Die Chance auf Verständigung: Klassifizieren mit eCl@ss/eClass
eCl@ss/eClass klassifiziert ein grosses Spektrum industrieller Produkte, wurde von führenden deutschen Unternehmen entwickelt und etabliert sich langsam auch international. Es repräsentiert einen Standard für den Informationsaustausch zwischen Lieferanten und Kunden und bildet insbesondere die Beschaffungsmärkte für Einkäufer ab.
eCl@ss ist gekennzeichnet durch einen hierarchisch vierstufigen Klassifikationsschlüssel, deren erste drei Ebenen Warengruppen repräsentieren. Beispielsweise gibt es die Produktgruppe
"Bohrmaschine elektrisch, handgeführt" mit dem Schlüssel 21-05-01-01 und die Warengruppen sind: Werkzeug -> Elektrowerkzeug -> Bohrmaschine.
Auf der vierten Ebene werden außerdem zahlreiche Sachmerkmale definiert.
eCl@ss wird vor allem verwendet in elektronischen Einkaufssystemen (e-Procurement), in denen Kataloge zahlreicher Lieferanten eingestellt werden, um den Einkäufern ein deutlich schnelleres Auffinden und Vergleichen von Produkten in den vielen Lieferanten-Katalogen zu ermöglichen. Denn nur wenn alle Lieferanten ihre Produkte nach einer einheitlichen Klassifikation einsortiert haben, können die Einkäufer auch danach einheitlich und damit deutlich schneller suchen. Das setzt natürlich voraus, dass möglichst viele Lieferanten ihre Kataloge nicht nur als Print-, CD oder Internet-Katalog zur Verfügung stellen, sondern diesem Kunden seinen Katalog im XML-Format unter Verwendung von eCl@ss senden und diese in das Einkaufssystem fehlerfrei importiert werden können.
Neben den Prozessoptimierungen auf Einkaufsseite bedeuten solche e-Procurementsysteme auf Lieferantenseite einen weiteren Vertriebskanal, der zwar gegenüber den alten Prozessen nicht unbedingt neue Kunden einbringen muss, aber auf der anderen Seite ein Verweigern dieses sich etablierenden Vertriebskanals auch ein Rückgang bedeuten kann.
Standardklassifikationen wie eCl@ss haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, nur möglich durch die Mitarbeit vieler Firmen. Immer noch sind nicht alle Teilbranchen und deren Produkte befriedigend durch Standardklassifikationen beschrieben. Weiterarbeit ist notwendig. Je mehr Firmen/Branchen überhaupt ihre Produkte nach Standards klassifizieren können, umso mehr Content ist möglich für die Marktplätze, die diese Standards nutzen und gerade Einkaufsmarktplätze erhöhen ihr Nutzenpotential mit jedem weiteren Lieferanten, auf dass nicht mehr unterschiedliche Prozesse der Bestellung notwendig sind.
Schon jetzt müssen/wollen viele Zulieferer ihre Produktdaten mehreren Markplätzen zur Verfügung stellen. Leider gibt es nicht nur einen Standard sondern verschiedene Standardklassifikationen und Firmen müssen ihre Produktdaten dann unterschiedlichen Klassifikationen aufbereiten, wie eCl@ss, UNSPSC, ETIM,.... und dann noch die verschiedenen Versionen.
Einige Firmen nutzen hierzu schon Software, um Produktdaten nur noch einmal ändern zu müssen und dann per Export in die unterschiedlichen Klassifikationen und Formate auszuleiten. Wichtig - und darin missionieren wir die Firmen insbesonders im Kontext VDMA - Daten im Unternehmen nur einmal pflegen und nicht auf unterschiedlichen Inseln halten.
Standardklassifikationen wie eCl@ss sind oftmals wenig geeignet für die Zulieferfirmen, um ihre Produkte in eigenen Produktkatalogen zu präsentieren. Zwar gibt es bei den Internetkatalogen zahlreicher Maschinenbau- und Elektrotechnik-Firmen in der Tat auch Produktklassifikationen als Suchbaum und Navigationsunterstützung, aber diese ist sehr gezielt auf die optimale Darstellung der Produkte nur dieser einen Firma ausgerichtet, z.B. hat ein Bohrerhersteller eine sehr spezifische Klassifikation für die verschiedenen Gewindebohrer und ?fräser aus seinem Sortiment. eCl@ss bietet allerdings nur zwei Kategorien hierfür an (Gewindebohrer und Gewindefräser). Damit müssen aber die Firmen neben der Produktaufbereitung für die Markplätze ihre Produktdaten zusätzlich und anders strukturiert für ihren eigenen Produktkatalog erstellen und das i.d.R. auch noch für die Medien Print, CD und Internet. Da ist es wichtig, dass hierdurch nicht verschiedene Inseln entstehen, da man dann die Daten mehrmals pflegen muss und Datenfehler vorprogrammiert sind. Medienneutrale Katalogsysteme wie ANTEROS
sind eine Antwort.
In unserem Classviewer
können Sie direkt durch die Kategorien von eCl@ss browsen und sich die Sachmerkmale anzeigen lassen.

