GIF-Format
Dateien des GIF-Formats haben die übliche Dateinamen-Endung .gif und den MimeType image/gif. In HTML lassen sich GIF-Grafiken mit Hilfe des img-Elements einbinden (siehe Grafiken einbinden).
GIF steht für Graphics Interchange Format und wurde schon vor vielen Jahren vom Online-Anbieter CompuServe eingeführt. Es zeichnet sich durch eine hohe Kompression aus. Deshalb hat es sich im Online-Bereich, wo die Übertragung von Daten Geld und Zeit kostet, schnell durchgesetzt. Der heute weit verbreitete Standard des GIF-Formats ist das so genannte "89er-Format". Dieses Format bietet drei Möglichkeiten an, die das GIF-Format für den Einsatz im Web besonders interessant machen:
Interlaced: Eine Grafik, die mit der Option "interlaced" abgespeichert ist, wird beim Laden nicht zeilenweise eingelesen und aufgebaut, sondern schichtweise. Gerade beim Laden von Web-Seiten aus dem Netz ist das sehr hilfreich. Denn so erscheint die Grundstruktur der Grafik sehr schnell am Bildschirm des Anwenders. Beim weiteren Ladevorgang wird die Grafik dann immer deutlicher und feiner aufgelöst am Bildschirm angezeigt.
Animation: Das GIF-Format bietet die Möglichkeit, mehrere Grafiken in einer einzigen Grafikdatei zu speichern, verbunden mit Optionen zur zeitlichen Steuerung der Einzelgrafiken. Dadurch werden animierte GIF-Grafiken möglich.
Transparente Farbe: Das GIF-Format arbeitet mit Farbpaletten, also mit einer begrenzten Anzahl "indizierter Farben". Dabei besteht die Möglichkeit, eine dieser Farben als "transparent" zu definieren. Bei der Anzeige scheinen dann Elemente, die unterhalb der Grafik liegen, an den Stellen durch, wo die Grafik transparent ist. Einzelheiten zu den damit verbundenen Möglichkeiten werden im Abschnitt Transparenz einer bestimmten Palettenfarbe beschrieben. Ein Nachteil des GIF-Formats ist, dass es maximal 256 Farben pro Datei speichern kann. Ein Pluspunkt ist dagegen, dass GIF-Grafiken verlustfrei komprimieren. Aufgrund dieser Charakteristika ist das GIF-Format für hoch auflösende Grafiken wie Fotos nicht so sehr geeignet. Ideal ist das GIF-Format dagegen für typische Web-Grafiksorten wie Buttons, Dots, Bars, Symbole und Cliparts.
Leider ist auch das GIF-Format nicht mehr ganz frei vom Schmutz der Abzockversuche im Internet. Die Firma Unisys, die ursprünglich den LZW-Algorithmus patentierte, den das GIF-Format benutzt, wirbelte Ende 1999 viel Staub auf, als sie bekannt gab, juristisch gegen nicht lizenzierte GIF-Grafiken im Web vorzugehen. Angesichts der Tatsache, dass es wohl in etwa so viele GIF-Grafiken im Web gibt wie Menschen auf der Erde, war dieses Vorhaben allerdings nicht besonders realistisch. Anbieter von Grafik-Software, die das GIF-Format unterstützt, sind allerdings lizenzpflichtig und werden auch kontrolliert. Deshalb gibt es vor allem in Freeware-Kreisen noch mancherorts Proteste und Aufrufe, das GIF-Format nicht mehr zu verwenden.
