Wichtige Tipps zum Aufbau oder Relaunch von Webshops sowie zur Auswahl von Webshop Software

Link zum Kurzfilm: Anwenderbericht zu ANTEROS-Webshops von Mitutoyo

Webshops eröffnen vielen Unternehmen interessante neue Märkte. Damit ist Ihr Sortiment sieben Tage die Woche 24 Stunden am Tag von überall zugänglich. Sie können rund um die Uhr einen internationalen Markt bedienen, was zusätzliche Umsätze für Ihr Unternehmen bedeuten kann. Doch eCommerce ist kein Selbstläufer, schließlich sind Kunden inzwischen große und aufwändig umgesetzte Plattformen wie Amazon gewohnt. Erfahren Sie in diesem Beitrag, worauf Sie beim Aufbau oder dem Relaunch Ihres Webshops achten sollten und wie Sie Ihren Shop optimieren können.

Zielgruppenansprache und Individualität

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Ob Bestandskunden oder Erstbesucher, jeder Kunde ist individuell und möchte genauso behandelt werden. Bieten Sie die Möglichkeit, dass sich Kunden anmelden können und dass insbesondere Firmenkunden mit ausgehandelten Sonderkonditionen auch diese speziellen Preise nach ihrer Anmeldung sehen und nicht nur die Listenpreise. Um unterschiedliche Neukunden zu erreichen, empfehlen sich unterschiedliche Einstiegspunkte. Leiten Sie die Interessierten über Google-Suchen sofort auf die passenden Unterseiten (z.B. Produktseiten) weiter. Holen Sie unterschiedliche Zielgruppen an ihren verschiedenen Einstiegspunkten ab und optimieren Sie das Ranking für die wichtigsten Begriffe aus Ihrem Shop (SEO=Search Engine Optimization), sodass diese möglichst auf der ersten Ergebnisseite erscheinen. In vielen Branchen wird das immer schwieriger, sodass man ggf. Suchmaschinenwerbung investieren sollte, wenn man regelmäßig neue Kunden in seinen Webshop locken möchte.

Modernes, responsive Design

So wie man ein Geschäft von Zeit zu Zeit modernisiert, damit es ansprechend wirkt und der Kunde gerne einkauft, so sollte auch das Design des Webshops von Zeit zu Zeit modernisiert werden. Gerade in den letzten Jahren haben sich neue technische Möglichkeiten ergeben, die für Nutzer modern wirken. Als Grundvoraussetzung sollte der Webshop nicht nur am PC, sondern auch auf Tablets und Smartphones ohne Scrollen bedienbar sein. Bei diesem sogenannten responsive Design passt sich der Seitenaufbau des Webshops an das Gerät und den Bildschirm an. Inzwischen ist responsive Design weit verbreitet, da man sonst im google-Ranking deutliche Nachteile hat.

Einfache Navigation, übersichtlich und intuitiv bedienbar

Die Webshop-Nutzer sollten auch ohne Lernkurve den Webshop direkt beim ersten Blick verstehen können. Daher sollte der Webshop übersichtlich und gut strukturiert sein. Man spricht auch von einer guten „Usability“ eines Shops, die ein flüssiges Navigieren für die verschiedensten Nutzergruppen ermöglicht. Eine gute Usability sollte nicht nur die Shop-Software mit seinen Standard-Navigationsfunktionen haben, sondern auch der für sie konfigurierte Webshop sollte bezüglich Such- und Bestellfunktionen auf eine optimale Usability optimiert werden. INCONY hat übrigens Kompetenz in Usability und die Software ANTEROS ist auf Usability optimiert worden.

Verschiedene Suchwege für ein schnelles Finden

Ein Screenshot unserer Webshop Software

Der Webshop sollte unterschiedliche Suchmöglichkeiten offerieren, damit möglichst viele Nutzer zu ihrem Bedarf schnell etwas finden:

  • Für Kunden, die genau wissen, welche Produkte sie bestellen wollen, ist eine Artikelnummernsuche relevant. In einigen Branchen sollte sich diese Suche auch auf Alternativ-Nummern ausdehnen, beispielsweise in der Automotive-Branche eine Suche nach Originalteilenummern (OE-Nummer). Außerdem ist ein Abspeichern von Warenkörben sinnvoll, um Wiederholbestellungen zu beschleunigen – das spart erneute Suchen. Für Firmenkunden kann auch ein Hochladen mehrerer Artikelnummern per EXCEL hilfreich sein, da oftmals noch interne Abstimmungen über das altbewährte EXCEL laufen.
  • Nutzer, die genau wissen was sie wollen, aber noch nicht die passenden Artikelnummern kennen, sollten ihre Suche über eine gute Suchstruktur und Parameterfilter einschränken können. Als Suchstruktur dienen zum einen Produktkategorien, die in einer Baumstruktur ihre Produkte schrittweise verfeinern. Parameter-Filter sollten sich in den Kategorien unterschieden, wenn Sie unterschiedliche Produktbereiche anbieten (z.B. bei Armaturen einen Filter nach Druck und bei Bohrern nach Schaftlänge). Wenn Sie in Ihrem Shop viele Ersatzteile anbieten wollen, dann kann sich eine Suche über die Hauptprodukte anbieten (z.B. Suche nach der defekten Pumpe und dort Anzeige und Bestellbarkeit der Ersatzteile über eine Explosionszeichnung). Bei Fahrzeugteilen ist oftmals eine Suche über die Hersteller, Modelle und Fahrzeuge hin zum Teil relevant, da die Nutzer dieses aus TecDoc-basierten Systemen (wie ANTEROS.tecdoc) kennen. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Kunde nicht viele hundert Suchergebnisse erhält, sondern die Ergebnismenge gezielt einschränken kann.
  • Nutzer mit zunächst nur groben Anforderungen sollten die Suche per Stichwort und Kategorien verfeinern können.

Detaillierte Produktinformationen

Oft verlassen Nutzer einen Webshop, weil Sie keine oder eine völlig ungenügende Produktinformationen im Shop vorfinden. Wenn Kunden im Unklaren gelassen werden über die genauen Spezifikationen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese den Shop verlassen. Das ist insbesondere bei technischen Produkten wichtig, da für viele Anwendungen technische Randbedingungen eingehalten werden müssen. Versorgen Sie Ihre Kunden mit so viel Informationen über die Produkte wie möglich: Größen, Materialien, Dimensionen, Zertifikate und Dokumente wie Sicherheitsdatenblätter oder Bedienungsanleitungen. Damit man diese Produktinformationen nicht für den Webshop noch einmal pflegen muss, obwohl man sie schon für Printkataloge, Datenblätter, Händlerexporte etc. pflegt, bieten sich PIM-Systeme an, bei denen man Produktdaten für verschiedene Medien nur EINMAL zentral pflegen und ändern muss, wie z.B. die technologie-führende PIM-Software ANTEROS.

Produktbilder: nicht zu klein, zoombar und ruhig mehrere pro Produkt

Da man im Webshop das Produkt – im Gegensatz zum Geschäft – nicht in die Hand nehmen kann, sind gute Bilder umso wichtiger. Die Bilder sollten das Produkt aus verschiedenen Perspektiven oder in verschiedenen Anwendungen zeigen. Eine Zoom-Funktion sollte das Produkt größer und in besserer Auflösung zeigen, damit der Kunde die Details noch besser erkennt und seine Kaufentscheidung damit festigen kann. Damit sie die Bilder dafür nicht selber in verschiedene Auflösungen konvertieren müssen und gleichzeitig auch in Formaten für Print, Amazon, etc. nutzen können, bieten sich Shop-Systeme mit integrierter Mediendatenbank an, wie das technologie-führende ANTEROS.

Mit Cross-Selling den Verkauf ankurbeln

Auch im Fachhandel-Geschäft werden Produkte so gruppiert sind, wie sie später praktisch eingesetzt werden. So findet der Kunde passende Zusatzprodukte oder Ergänzungen, ohne durch das gesamte Geschäft laufen zu müssen oder greift sogar zu Zusatzprodukten, der er beim Eintritt in das Geschäft zunächst nicht eingeplant hatte. Dieses sogenannte Cross-Selling sollte man auch im Webshop anwenden. So bieten sich in Webshops mit technischen Produkten Ergänzungen im Sinne von Zubehör, Verbrauchsartikel oder Ersatzteil an. Einige Shopsysteme bieten hierzu nur feste Beziehungstypen an (wie Magento), während andere beliebig konfigurierbar sind (wie ANTEROS) - womit Sie die Zusatzprodukte in unterschiedlichen Gruppen präsentieren können, z.B. getrennt nach Standard-Zubehör und Sonder-Zubehör. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie manuell diese Beziehungen zwischen den Produkten setzen, z.B. zwischen einer Armatur und den passenden Handrädern. Navigiert der Shop-Nutzer dann zum Produkt, werden ihm auch die Zubehörteile angezeigt und er kann diese direkt mit bestellen. Wenn Sie intensiver Ersatzteile im Shop anbieten, dann ist eine Funktion vorteilhaft, die dem Nutzer das Hauptprodukt (z.B. eine Pumpe) mit einer Explosionszeichnung präsentiert, er direkt in der Zeichnung auf Ersatzteile klicken kann, um Details zum Ersatzteil zu sehen oder es in den Warenkorb zu legen. Wenn man die Beziehungen übrigens gleich in einem PIM-System speichert, dann kann man diese auch in seinem Printkatalog, in Datenblättern, Händler-Exporten etc. nutzen. Bei ANTEROS kann man Ersatzteil-Beziehungen mit vergleichsweise wenig Aufwand über die Stücklisten eines ERP-Systems importieren oder mit einem graphischen Editor Ersatzteile in eiNer Explosionszeichnung verlinken.

Bestellanfrage oder Bestellung: wichtig ist ein kurzer und effizienter Bestellprozess

Der Webshop sollte es dem Kunden so leicht wie möglich machen, den Bestellprozess abzuschließen. Hat er sich bereits registriert, sollten diese Kundendaten direkt bei den nächsten Bestellungen erscheinen und können bei Bedarf korrigiert werden. Je mehr einzelne Schritte man in einen Shop einbaut, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde die Geduld verliert und den Bestellprozess abbricht. Sie sollten sich entscheiden, ob Sie zunächst nur Bestellanfragen wünschen und noch nicht eine Bestellung, z.B. weil sie komplexe, beratungsintensive Produkte anbieten oder die eigenen Händler nicht unterwandern möchten. Dann reicht es aus, dass der Webshop den Warenkorb mit den vom Nutzer zusammengestellten Produkten per Mail an einen Sachbearbeiter bei Ihnen sendet. Wenn allerdings mit vielen Anfragen zu rechnen ist, weil beispielsweise Ihre Bestandskunden in dem Webshop bestellen sollen, dann sind effizientere Bearbeitungsprozesse notwendig. In diesem Fall sollte der Webshops mit Ihrem ERP-System integriert werden. Dazu gibt es bei ANTEROS Standardschnittstellen (z.B. iDoc oder REST), um die Bestellung an das ERP-System zu übergeben und dort in die Standard-Prozesse zur Auslieferung und Rechnungslegung einzuphasen. Eine solche ERP-Integration des Webshops kann außerdem Kunden-individuelle Preise anzeigen, über eine Ampel die Verfügbarkeit zur angefragte Bestellmenge visualisieren, die Bestellhistorie anzeigen und vieles mehr.

Die richtigen Zahlungsmöglichkeiten

Mehr ist nicht gleich besser im Bereich der Zahlungsarten. Die Auswahl der angebotenen Zahlungsarten sollte gut durchdacht werden. Wenn sich ihr Webshop beispielsweise nur auf Bestandskunden beschränkt, dann kann die Zahlungsart „Rechnung“ durchaus ausreichend sein. Wenn Sie aber eine Zahlung per Rechnung für Neukunden offerieren, ist das Risiko von Nicht-Bezahlungen recht hoch. Auf der anderen Seite würde Ihr Risiko bei Vorkasse gleich null sein, aber Neukunden fürchten; ihre Ware nicht zu erhalten; und würden mit dieser Zahlungsart eher nicht eine Erstbestellung starten.

Transparente Darstellung der Versandkosten

Eine transparente Darstellung der Versandkosten wird in Deutschland von Verbraucherschutzvorschriften wie der Preisangabenverordnung vorgegeben. Aber auch Usability-Aspekte spielen sie eine Rolle. Dieser Kaufinteressent möchte eine vollständige, transparente Versandkostenaufstellung vorfinden, aus der er die Versandkosten für seine Bestellung entnehmen kann und dann das gewünschte Produkt bestellen.

Conversion Rate und Statistiken zum Zugriffsverhalten

Die Conversion Rate gibt an, wie viele Besucher im Webshop wirklich gekauft haben. Mittels Statistiken können Sie nicht nur diesen Kaufanteil analysieren, sondern auch welche Kategorien oder Suchworte häufiger genutzt wurden, von welcher Seite oder Suchmaschine die Nutzer den Shop betreten haben, etc. Das sind sehr wertvolle Informationen, die Sie regelmäßig kontrollieren können, um Ihren Shop an die Kundenbedarfe Schritt für Schritt zu verbessern. Das kann bedeuten, die Kategorien-Struktur anzupassen, weitere Parameter-Filter in bestimmten Kategorien anzubieten, mehr Produktinformationen oder Bilder anzuzeigen, Suchmaschinenwerbung zu schalten oder zu verbessern. Gute Suchmaschinenwerbung sagt Kunden genau, was sie auf der angegebenen Seite erwarten können und ist nicht irreführend. Irreführende Werbung dagegen leitet Kunden in Ihren Shop, die mit den Artikeln gar nichts anfangen können – dies mündet in einer niedrigen Conversion Rate. Ein guter Online-Shop ist nicht nur schön, sondern auch effizient.

Kontaktinformationen

Den meisten Kunden ist es wichtig zu wissen, wer den Webshop betreibt, insbesondere im Firmenkundenbereich (B2B). Sie möchten wissen, wen Sie kontaktieren können, wenn es ein Problem gibt und wollen dabei persönlich betreut werden. Wenn Kontaktinformationen schwer zu finden sind und nur über mehrere Klicks zu erreichen sind, werden Ihnen potentielle Kunden weniger Vertrauen entgegen bringen und eventuell schon deshalb von einem Einkauf im Webshop Abstand nehmen. Zusätzlich dazu gibt es auch rechtliche Anforderungen, die bestimmte Informationen im Impressum und einer Datenschutz-Seite erfordern.

 

Ein paar Beispiele unserer Webshop Software ANTEROS