GPRS

Abkürzung für "general packet radio service".

Die GPRS-Technologie, die seit 2000 verfügbar ist, unterstützt drahtlose Übertragungsgeschwindigkeiten, die schnell genug sind, um bei voller Farbdarstellung durchs Internet zu surfen. Dank GPRS können die Nutzer auch ganztags mit dem Internet verbunden bleiben, denn GPRS wird nicht nach verbrauchter Online-Zeit abgerechnet, sondern aufgrund der übertragenen Datenmenge. Denkbar wäre aber auch, dass der Kunde für heruntergeladene Daten gar nichts zahlt, weil der Anbieter ein Interesse an der Abfrage der Informationen hat und die Bezahlung übernimmt. So könnten etwa Fluggesellschaften ihren Kunden per Mobiltelefon kostenlosen Zugang zu ihren Buchungsseiten im Netz gewähren, weil sie auf den Kauf eines Tickets hoffen. Dagegen könnte das Herunterladen von Musikstücken teurer als die herkömmliche Datenübertragung sein, weil die Kosten für jedes Lied gleich über die Telefonrechnung mit abgerechnet werden.

Große Hoffnungen setzten die Anbieter auch auf ortsbezogene Angebote. Da die Netzbetreiber orten können, wo sich der Nutzer gerade aufhält, können sie dem Kunden beispielsweise bei der Suche nach einem Restaurant helfen.

Im Gegensatz zur HSCSD-Technik verwendet GPRS mehrere Funkzeitschlitze gleichzeitig (Multislot-Technik) und erreicht so Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 171 KBit/s. GPRS basiert ähnlich wie das TCP/IP-Protokoll auf der Vermittlung einzelner Datenpakete und sendet nicht auf einem kontinuierlichen Datenstrom. Die Einführung von GPRS ist der erste direkte Schritt zu UMTS. GPRS arbeitet schon paketorientiert wie UMTS, während HSCSD verbindungsorientiert arbeitet.