Hit

Hit ist die Maßzahl für die Häufigkeit der Dateizugriffe auf einen Web-Server (alle HTML-Seiten, Grafiken, Sounds, Videos, Applets usw. zusammen und daher nicht sehr aussagekräftig). Besser ist die Angabe in Clicks, Visits und Page Views.

Jede Zeile im Access-Log des Web-Servers erzeugt einen so genannten Hit. Wenn eine Web-Seite also beispielsweise aus einer HTML-Datei und 10 darin referenzierten Grafiken besteht, dann erzeugt diese Web-Seite, wenn ein Anwender sie anfordert, 11 Hits. Dabei ist es egal, ob die Dateien vollständig übertragen wurden oder nicht. Sogar nicht gefundene Dateien (404-Errors) werden als Hits gezählt. Hits liefern also hohe, beeindruckende Zahlen, die sich aber schnell relativieren, wenn man sich klar macht, dass viele typische Web-Seiten etliche kleine, referenzierte Grafiken enthalten. Außerdem geht aus den Hits nicht hervor, ob der Besucher die Seite je zu Gesicht bekommen hat. Lassen Sie sich also nicht beeindrucken von Leuten, die mit ihren Hits prahlen. Für die Einschätzung des tatsächlichen Erfolgs einer Web-Seite sind Hits nicht geeignet. Interessant sind die Hits eigentlich nur im relativen Vergleich, z.B. um herauszufinden, wie sich der Gesamtverkehr auf den Web-Seiten über die Monate hinweg entwickelt.

Pageviews - neuerdings auch Page-Impressions, bei eingedeutschten Statistiken auch HTML-Seiten oder Seiten-Anfragen genannt - sind dagegen "Sichtkontakte eines Anwenders mit inhaltstragenden Dateien". Zugriffe von Anwendern, die in ihrem Browser die Anzeige von Grafiken abgeschaltet haben, sowie Zugriffe von Such-Robots und anderen Software-Agenten werden dabei, falls erkennbar, nicht mitgezählt. Bei Verwendung von Frames wird beim Erstaufruf nur die Datei als Pageview gezählt, in der die Frameset-Definitionen stehen. Danach wird davon ausgegangen, dass nur eines der Framefenster den Inhalt beherbergt, während die übrigen zur Navigation oder für Werbung und Ähnliches dienen. Die so definierte statistische Messeinheit ist die Kenngröße der Informationsgemeinschaft zur Festlegung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (siehe IWV). Pageviews oder Page-Impressions sind daher die Basis, wenn Sie z.B. Bannerwerbung auf Ihren Seiten anbieten und Geld dafür bekommen. Völlig unproblematisch ist diese Maßeinheit jedoch auch nicht. Denn zunächst mal ist variabel, welche Dateitypen als inhaltstragend deklariert werden. Das können je nach Einstellungen statische HTML-Dateien, PHP- oder ASP-Dateien, Textdateien, XML-Dateien oder auch CGI-Scripts sein. Eine HTML-Datei kann inhaltstragend sein, sie kann aber auch nicht inhaltstragend sein (z.B. weil sie nur Links zu Unterseiten enthält, nur eine Weiterleitung darstellt oder nur ein eingebettetes Flash-Intro enthält). HTML-Dateien mit Includes (SSI, PHP, ASP) können Inhalte aus mehreren Inhaltsquellen in einer Seite zusammenfassen. Andere Lösungen benötigen zur Anzeige des gleichen Inhalts mehrere HTML-Dateien oder Scripts.

Visits - auch Sessions oder in deutschsprachigen Statistiken, Besuche oder Sitzungen genannt - zählen nicht aufgerufene Seiten, sondern die IP-Adressen aufrufender Clients. Ein Anwender, der sich eine Stunde lang munter durch das Angebot Ihrer Web-Seiten klickt und dabei ununterbrochen mit der gleichen Internetverbindung unterwegs ist, erzeugt demnach genau einen Visit. Ebenso aber auch ein Anwender, der nur mal die Startseite aufruft und dann gleich wieder verschwindet. Per Konvention der deutschen Werbeindustrie gilt ein Visit als beendet, wenn 30 Minuten lang kein neuer Zugriff erfolgt. Wenn der Anwender also während Ihre Seiten auf seinem Browser angezeigt werden eine längere Mittagspause einlegt oder einschläft und erst nach zwei Stunden auf den nächsten Verweis in Ihrem Angebot klickt, dann gilt das als neuer Visit.