mSign

Abkürzung für "Mobile Electronic Signature Consortium" (Konsortium für die Entwicklung der elektronischen Unterschrift).

Ein einheitlicher Standard für die elektronische Unterschrift und den fälschungssicheren Daten-Austausch soll den Zahlungsverkehr über das Handy in Deutschland künftig flächendeckend ermöglichen. 35 Mitgliedsfirmen haben sich dazu im Oktober 2000 auf ein einheitliches Protokoll geeinigt, mit dem finanzielle Transaktionen über das Mobiltelefon sicher und vertraglich bindend getätigt werden können. Einkaufen im Internet, das Handeln von Aktien und sogar die Unterschrift von Verträgen über das Handy sollen damit möglich sein.

 

An dem 1999 gegründeten Konsortium sind neben Technologie- und Softwarefirmen auch Banken und Telefongesellschaften beteiligt. Prominente Mitglieder sind unter anderem die HypoVereinsbank, die Mobilfunkanbieter wie T-Mobile, Vodafone sowie O2, die Münchener Siemens AG und Hewlett-Packard. Von diesem so genannten M-Commerce versprechen sich die Unternehmen hohe Wachstumszahlen. Bis 2003 rechnen sie europaweit mit einem Transaktionsvolumen von 23 Milliarden Euro.

 

Mit dem einheitlichen Standard für eine rechtlich bindende elektronische Unterschrift scheint die Infrastruktur für den flächendeckenden M-Commerce gegeben zu sein. Eine erste und schnell umzusetzende mobile Zahlungsmethode mit dem neuen Standard sind Transaktionen, die der Kunde ähnlich wie bei der Kreditkarte nur mit einem Pin-Code über die Telefontastatur bestätigen muss. Die elektronische Unterschrift kann aber laut Vorgabe auch per Chip direkt in das Handy integriert werden: dann geht das alles mit einem Knopfdruck. Die Abbuchung des Betrages erfolgt entweder über ein Kreditkartenkonto oder wird auf der Telefonrechnung aufgeführt.